Recycling of Coated Abrasives - ReCAb

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Lukas Schenke

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Bei der Produktion von flexiblen Schleifmitteln fallen Produktionsabfälle in Form von Fehlchargen, Stanzresten und Verschnittmasse an, welche mangels etablierter Aufbereitungstechnik nicht stofflich verwertet, sondern thermisch in Müllverbrennungsanlagen behandelt und verbleibende Rückstände im Anschluss mit der Schlacke deponiert werden. In den Produktionsabfällen sind Schleifkörner enthalten, deren rohstoffliches Potential als sekundärer Rohstoff nicht genutzt wird.

Die Projektidee des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten ReCAb-Projekts umfasst die Anreicherung von Schleifkörnern durch einen thermischen und nachgeschalteten mechanischen Aufbereitungsprozess. Das zu entwickelnde Verfahren unterteilt sich in drei wesentliche Schritte:

  • Thermische Auftrennung der Verbundmatrix von Schleifkorn und Binder
  • Mechanische Abtrennung der reinen Schleifkornfraktion von den Begleitstoffen
  • Klassierung der Schleifkörner zur Erfüllung entsprechender Normen

Im Rahmen des Projekts werden als Schleifmittel hauptsächlich die beiden massenmäßig bedeutendsten Schleifkorntypen Korund und Siliziumkarbid untersucht. Vor der thermischen Behandlung der Schleifmittel, müssen diese zunächst vorkonditioniert werden. Durch den thermischen Prozess können die organischen Binder und Unterlagen entfernt werden, wodurch der rein anorganische Anteil als pulverförmige Komponente zusammen mit dem Schleifkorn im Rückstand verbleibt. Dieser muss in einem weiteren mechanischen Trennprozess in die Schleifkornfraktion und Begleitstoffe getrennt werden. Im Anschluss erfolgt eine Klassierung der Schleifkornfraktion, um so analog zum Primärproduktionsprozess normkonforme Kornklassen zu erzeugen.

Ziel des Projekts ist die Verwertung der Ergebnisse durch ein nachfolgendes Upscaling-Projekt, in dem der Bau einer Anlage zur Verwertung von Abfällen aus der Schleifmittelproduktion realisiert werden soll.

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