Erschließung des Energieträgers Stroh für die Nutzung in Kleinfeuerungsanlagen und größeren Heizkraftwerken

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Das Ziel des Projekts ist die Erschließung des Energieträgers Stroh für die Nutzung in Kleinfeuerungsanlagen und größeren Heizkraftwerken.

Stroh fällt als Abfallprodukt beim Anbau von Getreide und anderen Pflanzen in der Landwirtschaft an. Sein Energiepotential in Nordrhein-Westfalen liegt bei 4,3–7,6 PJ/a. Damit könnten bis zu 500.000 Haushalte mit Wärme versorgt werden. Dennoch findet eine energetische Nutzung dieses Energieträgers in Deutschland praktisch nicht statt. Dafür sind die niedrige Energiedichte, aber vor Allem die ungünstigen Verbrennungseigenschaften verantwortlich. Durch die chemische Beschaffenheit von Stroh kommt es bei der Verbrennung zum Ausstoß von korrosiven Abgasen und unerwünschten Emissionen. Außerdem führt der niedrige Schmelzpunkt der Asche zu Verschlackungen im Feuerraum.

Um Stroh dennoch als regenerativen Energieträger nutzen zu können, wird im Projekt eine Doppelstrategie umgesetzt, in der sowohl der Brennstoff konfektioniert, als auch die Feuerungstechnik modifiziert werden soll.

Der Brennstoff wird in Pelletform überführt. Geeignete Additive sollen für ausreichend Stabilität und optimales Verbrennungsverhalten sorgen. Der Ascheerweichungspunkt soll möglichst hoch liegen, bei gleichzeitig niedrigem Ausstoß an Schademissionen und korrosiven Gasbestandteilen.

Durch Anpassung der Verbrennungsanlage werden Staub- und Stickoxidemissionen weiter gesenkt. Außerdem muss das Entaschungssystem auf den erhöhten Ascheanfall ausgelegt werden.

Das Vorhaben wurde aus dem operationellen Programm „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ 2007-2013 in NRW ausgewählt und wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

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